Mit einer Wärmepumpe von NIBE können Sie Ihr Zuhause mit Heizung, Warmwasser sowie Lüftung und Kühlung versorgen. Indem Sie die erneuerbaren Energien aus der Natur nutzen, können Sie zeitgleich Ihre Heizkosten senken, einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und dabei von attraktiven staatlichen Förderungen profitieren.
NIBE Wärmepumpen werden entwickelt, um den kältesten schwedischen Nächten zu trotzen. Sie nutzen kostenlose Umweltenergie aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft und lassen sich einfach mit weiteren Komfortbausteinen, wie z.B. mit Lüftungsanlagen und/oder zur Kühlung kombinieren.
Die NIBE S-Serie steht für die neueste Generation smarter Wärmepumpen und setzt Maßstäbe in Sachen Komfort, Effizienz und Vernetzung. Die NIBE S2125 ist unsere bisher leistungsstärkste Luft/Wasser-Wärmepumpe. Mit hoher Vorlauftemperatur, niedrigem Geräuschpegel und allen intelligenten Funktionen, die die neue vernetzte Generation mit sich bringt, sorgt sie das ganze Jahr für Komfort und Energieeffizienz.
Jetzt Ihre alte Heizung austauschen und 16.500 € Förderung sichern. Der Umstieg von Öl oder Gas auf eine Wärmepumpe wird vom Staat massiv gefördert. Allein für den Austausch einer alten Gasheizung (>20 Jahre) oder einer Ölheizung erhalten Sie 16.500 € – garantiert!
Auch der Austausch einer bestehenden Wärmepumpe gegen ein modernes Modell wird staatlich gefördert – mit bis zu 30 Prozent der Investitionskosten. Wichtig: Den Förderantrag rechtzeitig stellen, idealerweise sobald absehbar ist, dass Ihre Wärmepumpe ihr Lebensende erreicht oder die Modernisierung bereits feststeht.
Darüber hinaus können Sie von lokalen Förderungen profitieren. Nutzen Sie dafür einfach den Fördernavigator von BWP oder unseren Förderservice. Wir zeigen Ihnen, wie Sie von Wärmepumpenförderungen profitieren und Ihre Heizkosten dauerhaft senken.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Kosten für verschiedene Arten von NIBE Wärmepumpen und die entsprechende Förderung, die Sie erhalten können unter Berücksichtigung der maximalen Förderung von 70 % bis zu einem Limit von 30.000 € pro Wohneinheit.
| Wärmepumpentyp | Investitionskosten (€) | Förderung (€) Jahreseinkommen bis 40.000 €/a | Förderung (€) Jahreseinkommen über 40.000 €/a |
|---|---|---|---|
| Luft/Wasser-Wärmepumpe Splitausführung | 16.000 | 11.200 | 8.800 |
| Luft/Wasser-Wärmepumpe NIBE S2125 | 27.500 | 19.250 | 15.125 |
| Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdsonde) | 34.500 | 21.000 | 16.500 |
| Sole/Wasser-Wärmepumpe (Ringgraben o. Erdwärmekörbe) | 26.500 | 18.550 | 14.575 |
| Wasser/Wasser-Wärmepumpe | 33.000 | 21.000 | 16.500 |
| Abluft-Wärmepumpe | 25.500 | 17.850 | 14.025 |
Unzählige Hausbesitzer haben ihr Eigenheim bereits mit einer NIBE Wärmepumpe ausgestattet und damit um viele Vorzüge erweitert. Jedes Projekt bringt neue Herausforderungen mit sich, doch dank jahrelanger Erfahrung finden Sie bei NIBE stets die optimale Lösung für alle Vorhaben und Bedürfnisse. Unsere Effizienzpartner stehen Ihnen gerne in Sachen Beratung, Verkauf und Installation zur Verfügung. Ein NIBE Fachpartner aus Ihrer Nähe ist auch bei späteren Fragen für Sie da.
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Eine Wärmepumpe ist ein umweltfreundliches Heizsystem, das im Prinzip wie ein umgekehrter Kühlschrank funktioniert. Während ein Kühlschrank seinem Innenraum die Wärme entzieht und sie nach außen abgibt, macht die Wärmepumpe genau das Gegenteil: Sie entzieht der Umgebung – selbst im tiefsten Winter – die natürliche Wärme und leitet diese als Heizenergie in das Haus.
Der wichtigste Unterschied zu klassischen Heizungen (wie Öl oder Gas) ist, dass eine Wärmepumpe keine fossilen Brennstoffe verbrennt, um Wärme zu erzeugen. Sie produziert die Wärme nicht selbst, sondern sie sammelt bereits vorhandene Umweltwärme und "pumpt" sie auf ein höheres Temperaturniveau, das ausreicht, um Gebäude zu heizen und warmes Wasser bereitzustellen.
Eine komplette Wärmepumpen-Anlage besteht aus drei Bereichen: der Wärmequelle, der eigentlichen Wärmepumpe und dem Verteilsystem (Ihre Heizkörper oder Fußbodenheizung). In der Wärmepumpe selbst passiert das eigentliche "Wunder", der sogenannte Kältekreislauf, der in vier einfachen Schritten abläuft:
Als Wärmequelle wird der Teil der Umgebung bezeichnet, aus dem eine Wärmepumpe ihre benötigte Wärme gewinnt.
Die kostenlose Umweltenergie, die von einer Wärmepumpe genutzt wird, ist im Grunde gespeicherte Sonnenenergie. Um diese Energie zum Heizen zu verwenden, greift die Wärmepumpe auf verschiedene Wärmequellen zu:

Das Erdreich ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Bereits ab einer Tiefe von etwa 15 Metern herrscht unabhängig von der Jahreszeit eine konstante Bodentemperatur von circa 10 Grad Celsius. Um diese Erdwärme einzufangen, gibt es zwei Hauptmethoden: Entweder werden Erdkollektoren (ein Rohrsystem) flächig etwa 1,20 bis 1,50 Meter unter der Erdoberfläche im Garten verlegt, oder es werden bis zu 100 Meter tiefe Löcher gebohrt, in die Erdwärmesonden eingelassen werden.

Grundwasser kann eine gute energetische Ausbeute liefern und so zu einem effizienten und wirtschaftlichen Betrieb der Wärmepumpe beitragen. Der Grund dafür ist, dass das Grundwasser selbst an kalten Wintertagen eine relativ konstante Temperatur von 7 bis 12 Grad Celsius aufweist. Für die Nutzung wird ein "offenes System" mit zwei Brunnen benötigt: Aus einem Förderbrunnen wird das Grundwasser hochgepumpt, in der Wärmepumpe um einige Grad abgekühlt und anschließend über einen zweiten Brunnen (den Schluckbrunnen) wieder dem Erdreich zugeführt.
Alternativ lässt sich auch Oberflächenwasser aus Teichen, Flüssen oder Seen als Wärmequelle nutzen. Dafür werden spezielle Wärmetauscher direkt im Gewässer installiert, die eine kontinuierliche Energieübertragung gewährleisten. Diese Lösung ist besonders umweltfreundlich und platzsparend – ideal für Grundstücke in der Nähe geeigneter Gewässer.
Info: Das NIBE Sortiment beinhaltet keine speziellen Wasser-Wasser-Wärmepumpen; stattdessen können unsere Sole-Wasser-Wärmepumpen mit einem Wärmetauscher ergänzt und in Kombination mit entsprechenden Brunnen betrieben werden. Die Antriebsenergie der Grundwasserpumpe ist in der Energiebilanz zu berücksichtigen.

Luft ist als Wärmequelle überall verfügbar. Die Nutzung ist besonders unkompliziert und kostengünstig, da keine Erdarbeiten oder Brunnenbohrungen notwendig sind. NIBE Luftwärmepumpen können selbst aus eisiger Winterluft unter dem Gefrierpunkt noch Wärmeenergie zum Heizen gewinnen. Der Nachteil dieser Wärmequelle ist jedoch, dass die Luft genau dann am kältesten ist, wenn das Haus eigentlich den höchsten Wärmebedarf hat. Dadurch müssen größere Luftmengen bewegt werden, was Luftwärmepumpen etwas weniger effizient macht als Systeme, die Erdreich oder Grundwasser nutzen.

Die Abluft eines Gebäudes enthält ebenfalls wertvolle Wärmeenergie, die sich effizient nutzen lässt. Genau hier setzt die Abluftwärmepumpe an: Sie kombiniert eine Wärmepumpe mit einer Lüftungsanlage und gewinnt Wärme aus der verbrauchten Raumluft zurück. Die gewonnene Energie wird anschließend für die Heizung, die Warmwasserbereitung und die Lüftung genutzt. Da die Anlage bereits vorhandene Wärme nutzt, benötigt sie nur wenig zusätzliche elektrische Energie und arbeitet besonders effizient und umweltschonend. Abluftwärmepumpen werden innerhalb des Hauses installiert und benötigen keine Erdarbeiten oder Außenbohrungen.
NIBE bietet Wärmepumpen-Modelle in fünf verschiedenen Bauarten an:
Klassische Systeme können nahezu jede Art von Gebäude heizen, indem sie entweder der Erde oder der Außenluft die Wärme entziehen. Bestimmte Wärmepumpen können nach diesem Prinzip auch für die Kühlung zum Einsatz kommen. Dabei gibt es jede Bauart in unterschiedlichen Leistungsklassen.
Eine andere Möglichkeit sind Abluft-Wärmepumpen, die Wärme mittels eines Lüftungssystems mit Wärmerückgewinnung aus der verbrauchten Luft des Wohnbereichs gewinnen und so für ein angenehmes Wohnklima sorgen. Wer eine Wärmepumpe zur Unterstützung einer bereits vorhandenen Heizung einbauen will, kann mit einer Brauchwasser-Wärmepumpe ein kostengünstiges System zur Warmwasserproduktion installieren.
Erdwärmepumpen, auch Sole-Wasser-Wärmepumpen genannt, erreichen sehr hohe Wirkungsgrade, da sie von der relativ konstanten Wärme des Erdreichs profitieren. Zu beachten ist allerdings, dass die Installation einer Erdwärmepumpe mit mehr Aufwand und daher auch höheren Kosten verbunden ist als der Einbau einer Abluft- oder Luft/Wasser-Wärmepumpe. Die Erdwärme kann auf verschiedene Arten gewonnen werden: entweder mit einer Erdsonde, die bis zu 100 Meter tief im Erdreich liegt, mithilfe von Flächenkollektoren, Grabenkollektoren, Spiralkollektoren, Erdwärmekörben, Energiezäunen, Grundwasser, Oberflächenwasser, PVT-Kollektoren oder sogenannten Ringgrabenkollektoren.
Für die Effizienz der Wärmepumpe ist es unerheblich, welche Variante gewählt wird, daher hängt die Entscheidung meist von den Gegebenheiten vor Ort ab. Ist die Erdwärmepumpe einmal installiert, profitieren Sie über Jahre von einem umweltfreundlichen Heizsystem mit niedrigen Betriebskosten, welches nicht nur für das Heizen und die Warmwasserproduktion des Eigenheims verantwortlich ist, sondern in bestimmten Ausführungen den Wohnbereich an heißen Tagen auch kühlen kann. Zusätzliche Features wie beispielsweise eine Lüftungsfunktion können bei einer NIBE Wärmepumpe jederzeit einfach ergänzt werden.
Luft/Wasser-Wärmepumpen entziehen, wie der Name schon vermuten lässt, der Umgebungsluft die Wärme. Dabei verwenden diese Systeme allerdings nicht die verbrauchte Luft des Wohnbereichs, sondern die Außenluft. Dafür muss ein Gerät im Außenbereich des Hauses, meist im Garten, installiert werden. Das Kältemittel nimmt dort die Wärme der Luft auf. Diese wird ins Innere des Hauses transportiert, wo sich die Zentrale der Wärmepumpe befindet, welche die Wärmeverteilung steuert.
Dank moderner Technik der NIBE Wärmepumpen kann dies auch bei geringen Temperaturen im Winter problemlos gewährleistet werden. Im Sommer sorgen einige Luft/Wasser-Wärmepumpen-Modelle von NIBE zudem für angenehm kühle Temperaturen. Luft/Wasser-Wärmepumpen haben den Vorteil, dass weniger Aufwand mit der Installation verbunden ist als bei Erdwärmepumpen. Die Wahl des Stellplatzes für das Außengerät ist immer Bestandteil einer guten Planung. Für die Anschlussleitungen am Außengerät liefert NIBE fertige standardisierte Montagesätze.
Split-Wärmepumpen funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie eine herkömmliche Luft/Wasser-Wärmepumpe, Außeneinheiten von Split-Wärmepumpen sind dabei aber häufig kompakter und leichter. Sie lassen sich daher besonders einfach installieren. Die Baugröße begrenzt jedoch auch den möglichen Luftvolumenstrom und damit die Leistung der Wärmepumpe. Zwischen Innen- und Außeneinheit zirkuliert ein Kältemittel. Die Installation muss hermetisch dicht erfolgen. Fertigstellung und Inbetriebnahme erfordern daher einen Spezialisten für Kältetechnik. Abhängig von der Größe kann die Verpflichtung zu einer regelmäßigen Überprüfung des Kältekreislaufes auf Leckagen entstehen.
Die Außeneinheit einer NIBE Split-Wärmepumpe kann aufgrund des geringen Gewichtes beispielsweise auch an einer Fassade oder auf einem Flachdach installiert werden. Neben der Heizung und der Warmwasserproduktion übernimmt eine Split-Wärmepumpe ebenfalls die Kühlung der Wohnräume. Diese erfolgt wahlweise über ein Flächensystem oder einen separaten Kühlkreis. Somit bietet eine NIBE Split-Wärmepumpe eine kompakte Lösung für den kostengünstigen und umweltfreundlichen Heizbetrieb.
Abluftwärmepumpen sind dank eines integrierten Lüftungssystems doppelt effizient. Bei dieser Art der Wärmegewinnung muss kein Außengerät wie bei der klassischen Luft/Wasser-Wärmepumpe installiert werden, da Abluftwärmepumpen die bereits verbrauchte Luft des Wohnbereichs nutzen. Diese wird für die Wärmegewinnung wiederverwertet, sodass keine Wärmeenergie verloren geht.
Durch diesen Vorgang profitieren Sie von durchgehend guter Raumluftqualität, da Feuchtigkeit und Gerüche in der verbrauchten Luft abgeführt werden und frische Luft durch Nachströmventile von draußen in die Wohnung geleitet wird. Auch die Produktion von Warmwasser oder die Kühlung der Räume wird von der Wärmepumpe geregelt. Wie alle Wärmepumpen hat auch die Abluftwärmepumpe niedrige Betriebskosten und eine sehr gute CO2-Bilanz.
Neben Wärmepumpen, die für die gesamte Heizung sowie Kühlung eines Gebäudes verantwortlich sind, lassen sich auch Geräte installieren, die ein bestehendes Heizsystem in der Warmwasserbereitung unterstützen: Brauchwasser-Wärmepumpen, auch Warmwasser-Wärmepumpe genannt, übernehmen die gesamte Erzeugung von Warmwasser für einen Haushalt.
Sie sind optimal für Einfamilienhäuser und Wohnungen in Mehrfamilienhäusern als Austausch für einen alten Elektro-Warmwasserbereiter oder zur energiesparenden Ergänzung einer vorhandenen Heizung geeignet. Die Wärme zieht die Brauchwasser-Wärmepumpe dabei entweder aus der Abluft einer kontrollierten Wohnungslüftung, aus der Umluft, Mischluft oder Außenluft. In Kombination mit einer Lüftungsanlage sorgt eine Brauchwasser-Wärmepumpe daher auch für optimale Raumluft im Wohnbereich.
Eine Wärmepumpe in Kombination mit einem Warmwasserspeicher senkt nicht nur dauerhaft die Heizkosten, sondern erhöht auch gleichzeitig die Umweltfreundlichkeit. Bei den meisten NIBE Wärmepumpen, wie der Erdwärmepumpe NIBE S1256 oder der Luft/Wasser-Wärmepumpe mit der Inneneinheit NIBE VVM S320, sind Brauchwasserspeicher bereits integriert. Ein NIBE Speicher kann allerdings auch bei jeder anderen Wärmepumpe nachträglich ergänzt werden.
Die Speicher werden in NIBE Werken hergestellt und kommen in hochwertiger Emaille-Ausführung mit elegantem Design, häufig auch in einer quadratischen Ausführung. Wie bei einer Wärmepumpe kann ein Warmwasserspeicher den individuellen Bedürfnissen bei Ihnen zu Hause angepasst werden. Möglich sind etwa eine extra hohe Brauchwasserkapazität, ein modular erweiterbarer Speicher oder sogar eine intelligente Anbindung an Smart-Home-Systeme. Dabei müssen NIBE Warmwasserspeicher nicht zwangsläufig mit einer NIBE Wärmepumpe kombiniert werden, sondern können auch mit anderen Heizungen harmonieren.
NIBE konzentriert sich als Premium-Hersteller voll und ganz auf die hocheffiziente Erschließung von Erdreich, Außenluft und Raumluft als Wärmequellen für wassergeführte Systeme. Auch wenn die folgenden speziellen Konzepte daher nicht zum aktuellen Kernsortiment von NIBE gehören, stellen sie für ganz bestimmte bauliche Anforderungen spannende technologische Alternativen dar.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt die konstante Temperatur des Grundwassers. Dank der ganzjährig stabilen Grundwassertemperatur erreicht sie COP-Werte von 5 und mehr – das heißt: Aus einer Kilowattstunde Strom werden bis zu fünf Kilowattstunden Wärme. Als Wärmepumpentyp kommt dafür eine Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) zum Einsatz, die das Grundwasser als Wärmequelle erschließt. Für den Betrieb müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein. Das Grundwasser sollte in einer Tiefe von maximal 20 Metern verfügbar sein und in ausreichender Menge vorliegen – ein hydrologisches Gutachten schafft hier Klarheit. Auch die Wasserqualität spielt eine wichtige Rolle: Hohe Eisen- und Mangangehalte können zu Ablagerungen in den Brunnen und am Wärmetauscher führen, was Effizienz und Lebensdauer der Anlage beeinträchtigt. Darüber hinaus ist für die Nutzung des Grundwassers eine Genehmigung der Unteren Wasserbehörde erforderlich.
Im Gegensatz zu den gängigen wassergeführten Heizsystemen nutzt die Luft-Luft-Wärmepumpe kein Wasser als Medium für den Wärmetransport, sondern direkt die Raumluft. In ihrer Funktionsweise ähnelt sie stark einer klassischen Klimaanlage mit Heizfunktion: Das Außengerät entzieht der Außenluft Wärmeenergie, die über einen Kältemittelkreislauf ins Innere des Hauses transportiert wird. Dort wird die Energie über ein Innengerät (meist ein Wandgebläse) direkt an die Raumluft abgegeben. Häufig wird dieses System in sehr gut gedämmten Passivhäusern mit einer Lüftungsanlage kombiniert, wobei die frische Zuluft vor dem Einströmen in die Räume erwärmt wird.
| Wärmepumpe / Wärmequelle | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Sole-Wasser-Wärmepumpe / Erdwärmepumpe | • Effizienter als Luft-Wärmepumpen (geringere laufende Kosten) | • Planungsintensiv |
| • Besonders günstige Kühlfunktion | • Erdsonde muss genehmigt werden bzw. Flächenkollektoren benötigen viel Platz | |
| • Anschaffungskosten nur unbedeutend höher | • Flächenkollektoren benötigen viel Platz und setzen ein großes Grundstück voraus | |
| • Dank flexiblen Optionen zur Wärmegewinnung auf vielen Grundstücken einsetzbar | ||
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | • Unkompliziert zu installieren | • Höhere laufende Kosten im Vergleich zu Erdwärme |
| • Praktisch überall einsetzbar | • Je nach Aufstellort Platzverlust und Entwicklung von Geräuschen entweder im Innenraum oder im Garten | |
| • Einfach nachzurüsten | ||
| • Relativ günstig in der Anschaffung | ||
| SPLIT-Wärmepumpe | • Effiziente Kompaktlösung | • Kältetechniker zur Installation nötig |
| • Niedrige Anschaffungskosten | • Höherer Wartungsaufwand | |
| • Platzsparende Aufstellung | ||
| • Leiser Betrieb der Inneneinheit | ||
| Abluft-Wärmepumpe | • Platzsparend | • Nur für Neubau oder gut gedämmte Häuser geeignet |
| • Gute Raumluftqualität & Feuchtigkeitsschutz | • Lüftungskanäle erforderlich | |
| • Geringer Installations- und Wartungsaufwand | ||
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | • Höchste Effizienz aller herkömmlichen Wärmepumpen (niedrigste laufende Kosten) | • Höchste Anschaffungskosten |
| • Besonders für höheren Wärmebedarf in gewerblichen Objekten geeignet | • Planungsintensiv | |
| • Muss genehmigt werden | ||
| • Nicht überall einsetzbar | ||
| Brauchwasser-Wärmepumpe | • Kostengünstige und umweltfreundliche Bereitung von Warmwasser | • Nur in Ergänzung zu einer weiteren Heizung wirklich sinnvoll |
| • Unkompliziert zu installieren | • Lange Aufheizdauer | |
| • Gute Alternative zu elektrischem Durchlauferhitzer | • Keine Förderung |
Für welche Wärmepumpe Sie sich letztendlich entscheiden sollten, hängt von mehreren Faktoren ab. Mit einer Erdwärmepumpe treffen Sie zweifellos immer eine sehr effiziente und nachhaltige Wahl. Eigenheimbesitzer kennen ihr Grundstück allerdings meist am besten und können daher zumindest einschätzen, ob es z. B. flächenmäßig ausreichend für Flächenkollektoren ist, oder ob eine platzsparende Luft-Wasser-Wärmepumpe sinnvoller ist. In den meisten Bundesländern lässt sich über den jeweiligen Erdwärmeleitfaden online bestimmen, ob das eigene Grundstück für eine Installation mit Erdwärmesonde infrage kommt.
Alternativ dazu lässt sich immer die Luft nutzen. Hochwertige Luft-Wasser-Wärmepumpen wie die der NIBE S-Serie erreichen ähnliche Wirkungsgrade wie Erdwärme-Anlagen. In einem Bestandsbau lassen sich allein durch die Prüfung der Gegebenheiten zumindest manche Wärmepumpen mit zu geringer Leistung oder Vorlauftemperatur ausschließen. Eine leistungsfähige Luft-Wasser-Wärmepumpe mit niedrigen Schallwerten auch bei maximaler Leistung ist hier häufig die erste Wahl.
Im Neubau ist man zumeist flexibler und kann im gleichen Zuge über die Installation einer Photovoltaik-Anlage und die Anbindung anderer Smart-Home-Geräte nachdenken.
| Wärmepumpe | Einsatzbereiche | Besondere Vorteile |
|---|---|---|
| Erdwärmepumpe | Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser | Im Erdreich gespeicherte Energie zur Heizung wie zur Kühlung verwenden |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | Ein- und Zweifamilienhaus | „Plug and Play“-Systeme für jede Leistung; Heizen und Kühlen |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe Split | Einfamilienhaus | Jeweils eine platzsparende Komponente im Außen- und Innen-Bereich |
| Abluftwärmepumpe | Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser | Wärmeenergie aus der integrierten Wohnungslüftung zurückgewinnen |
| Brauchwasser-Wärmepumpe | Einfamilienhaus oder Wohnungen | Einfach und kostengünstig Warmwasser produzieren |
Wärmepumpen im Altbau sind in vielen Szenarien bei der Modernisierung eine sinnvolle Wahl. Die Voraussetzung ist, dass das Haus ein Heizsystem mit ausreichend niedriger Vorlauftemperatur besitzt. Unterhalb von 55 °C kann eine moderne Wärmepumpe sinnvoll eingesetzt werden. Viele Häuser erfüllen diese Voraussetzung bereits ohne weitere Änderung. Ansonsten ist zu prüfen, ob ein Haus bereits einen ausreichenden Sanierungsstand aufweist, also der Wärmebedarf nicht allzu hoch ist. Bei einem sehr hohen Wärmebedarf empfiehlt sich die Prüfung weiterer energetischer Maßnahmen. Heutzutage werden nicht nur Gas- und Ölkessel durch Wärmepumpen ersetzt, sondern auch bereits in den 1970er- und 80er-Jahren verbaute Wärmepumpen. Dies ist sinnvoll, da die entsprechenden Häuser auf jeden Fall für den Einsatz einer Wärmepumpe geeignet sind und bereits erschlossene Wärmequellen weiter genutzt werden können.
Der Heizungstausch gegen eine Wärmepumpe ist unter den oben genannten Bedingungen problemlos möglich und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Hier muss man sich allerdings im Klaren sein, dass ein Wechsel der Technologie mit zusätzlichen Kosten verbunden sein kann. Langfristig holen Sie die höheren Anschaffungskosten mit einer Wärmepumpe allerdings wieder heraus, insbesondere wenn Sie die Wertsteigerung und Zukunftsfähigkeit Ihrer Immobilie mit bewerten und Fördermöglichkeiten nutzen.
In Neubauten sind Wärmepumpen derzeit das Maß der Dinge. Ihr Preis-Leistungs-Verhältnis ist einfach unschlagbar. Das gilt für die Anschaffung ebenso wie für den Betrieb. Eine Verbrennungsheizung mit Gas oder Öl erfüllt nicht mehr die Vorgaben zum Klimaschutz.
Es gibt aber weitere Gründe dafür, im Neubau auf eine Wärmepumpe zu setzen: So arbeiten diese in Kombination mit den Fußbodenheizungen von Neubauten besonders effizient. Sie eignen sich besonders gut für den Betrieb mit einer Lüftungsanlage. Diese sollte man allerdings gleich mit installieren lassen, da sich Wärmepumpe und Lüftungsanlage so am besten aufeinander abstimmen lassen. Alternativ kann man beide auch gleich in einem Gerät kombiniert kaufen, in Form der besonders platzsparenden Abluft-Wärmepumpe.
Die Kosten für den Einbau einer Wärmepumpe setzen sich zusammen aus den Kosten für das Gerät selbst, etwaiges Zubehör, die Montage und die dazugehörige Erschließung der Wärmequelle.
Hochwertige Sole-Wasser-Wärmepumpen sind als Wärmeerzeuger relativ preiswert. In Verbindung mit einer Erdsonde entstehen zunächst jedoch höhere Investitionskosten. Entscheidet man sich für einen Ringgrabenkollektor, kann eine Investition von 26.500 Euro bereits ausreichen, um eine Sole-Wasser-Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus zu installieren.
Erdsonden, die Sonderbohrungen nötig machen, steigern die Kosten auf ca. 34.500 Euro. Bei einer ehrlichen Betrachtung sind die Kosten für die Erdwärmequelle analog zu den anderen Ver- und Entsorgungsleitungen des Hauses auf einen Nutzungszeitraum von 50 Jahren zu kalkulieren. Die Investitionskosten verteilen sich demnach auf einen längeren Zeitraum.
Die günstigste Option ist die Split-Wärmepumpe. Dank einfacher Leitungsverlegung und geringer Kosten für das Gerät ist ein Einbau einer solchen Wärmepumpe schon für rund 16.000 Euro möglich. Luft/Wasser-Wärmepumpen in Monoblockbauweise sind etwas teurer, sie sind jedoch bereits ab 27.500 Euro zu haben.
Abluftwärmepumpen sind hingegen besonders praktisch, da bei diesen Geräten keine Bauarbeiten auf dem Grundstück stattfinden müssen und dazu noch eine Lüftungsanlage inklusive installiert wird. Hierfür müssen Sie mit etwa 25.500 Euro rechnen.
| Bauart der Wärmepumpe | Kosten |
|---|---|
| Erd-Wärmepumpe | 34.500 € |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 27.500 € |
| Split-Wärmepumpe | 16.000 € |
| Abluft-Wärmepumpe | 25.500 € |
Da es keine pauschale Lösung gibt, beginnt jedes Projekt mit einer individuellen Analyse.
Bevor das neue System einzieht, muss im Bestandsgebäude Platz geschaffen werden.
Die eigentliche Montage dauert typischerweise 3 bis 5 Tage, wobei die Einschränkungen bei Heizung und Warmwasser minimal gehalten werden.
Ein System ist erst dann fertig, wenn es perfekt eingestellt ist.
Eine Wärmepumpe hat in der Regel eine kalkulatorische Lebensdauer von 20 Jahren. Wenn die Anlage ordnungsgemäß und regelmäßig gewartet wird, kann sie oft sogar noch länger halten.
Wie lange eine Wärmepumpe am Tag läuft, hängt stark von der Jahreszeit und der Außentemperatur ab. Grundsätzlich lässt sich Folgendes sagen:
Moderne Technik läuft länger, aber sparsamer: Ältere Modelle heizen oft für wenige Minuten auf voller Leistung und schalten sich dann wieder ab (Stop-and-go-Betrieb). Moderne Wärmepumpen mit sogenannter Invertertechnik passen ihre Leistung stufenlos an den tatsächlichen Wärmebedarf an. Sie laufen dadurch zwar insgesamt länger, arbeiten aber mit reduzierter Drehzahl wesentlich effizienter und stromsparender.
Damit eine Wärmepumpe effizient und wirtschaftlich arbeiten kann, sollten im Gebäude und auf dem Grundstück bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein. Auch wenn Wärmepumpen mittlerweile in den meisten Bestandsgebäuden eingesetzt werden können, gelten folgende allgemeine Voraussetzungen als ideal:
Die „Größe“ – also die benötigte Heizleistung – einer Wärmepumpe lässt sich nicht pauschal bestimmen, sondern orientiert sich exakt an der sogenannten Heizlast (dem Heizwärmebedarf) Ihres Gebäudes. Die Grundformel für die Auslegung durch den Fachbetrieb orientiert sich an der Heizlast des Gebäudes + Warmwassererwärmung. Es ist darauf zu achten, dass die Wärmepumpe nicht aus falsch verstandener Sicherheit überdimensioniert wird.
Wärmepumpen arbeiten grundsätzlich sehr zuverlässig und gelten als wartungsarm. Ein weiterer finanzieller Vorteil gegenüber fossilen Heizungen ist zudem, dass die regelmäßigen Kosten für den Schornsteinfeger komplett entfallen. Die Kosten für die Wartung einer Wärmepumpe belaufen sich auf etwa 380 Euro alle 2 Jahre.
Quellen: Ratgeber Wärmepumpe (S. 7-9, S. 15, S. 21-26, S. 32, S. 68-71, S. 95-96, S. 106, S. 154), Frank-Michael Baumann